Aktuelles

Europaweite Kiebitz- und Goldregenpfeiferzählung 17./18. Oktober 2020 – machen Sie mit!
In einem mittlerweile sechsjährigen Turnus werden europaweit die Goldregenpfeifer und hierzulande auch die Kiebitze und Großen Brachvögel erfasst, das nächste Mal am Wochenende 17./18. Oktober. Hierzu werden vor allem nördlich der Mittelgebirge viele zusätzliche Zählerinnen und Zähler benötigt. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen Watvogelarten halten sich v.a. Kiebitze und Goldregenpfeifer auf dem Zug nicht überwiegend in Feuchtgebieten auf, sondern rasten auch in großer Zahl in der Agrarlandschaft. Entsprechend werden europaweit nur geringe Anteile des Gesamtbestandes über die Monitoringprogramme rastender Wasservögel erfasst. Koordiniert wird die europaweite Zählung von der International Wader Study Group. Zentrales Anliegen der Zählung ist es, die Angaben für die hiesigen Populationen in den Waterbird Population Estimates regelmäßig zu aktualisieren. Darin werden die Bestandsangaben und -trends aller Wasservogelpopulationen weltweit veröffentlicht. Die aus den Bestandsangaben abgeleiteten 1-Prozent-Werte bilden die Grundlage für die Identifizierung international bedeutender Rastgebiete. Gleichzeitig sind die Zählungen die Basis für bundesweite Rastbestandsschätzungen, denn der Termin im Oktober fällt in den Zeitraum des Durchzugsgipfels der Arten in Deutschland. Ein hoher Erfassungsgrad ist damit aus mehreren Gründen wichtig.
Machen Sie mit und unterstützen die wichtige und spannende Zählung. Die Datenerfassung kann wie immer via ornitho.de erfolgen.
Wichtig:

Infos zum Download:

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Foto: Steffen Fahl, Goldregenpfeifer , Oderbruch, 2015-08-07



Neue Rote Liste der Brutvögel Brandenburgs erschienen
Die Bestände einiger ehemals gefährdeter Vogelarten haben sich nach intensiven Schutzmaßnahmen erholt, dafür gibt es Abnahmen bei so manchen ehemals (teilweise noch heute) weit verbreiteten und häufigen Arten. Am schlechtesten geht es den Vögeln der Offenlandschaft. Die jetzt vorliegende vierte Fassung der Roten Liste der Brutvögel Brandenburgs enthält Trendanalysen für die Brutvogelarten, auf denen die Rote-Liste-Einstufung beruht. Der Bestandstrend wird für fast alle Arten auf Grundlage der Monitoringdaten dargestellt und kurz kommentiert. Eine übergreifende Gesamtanalyse geht auf Gefährdungsursachen und Schutzmaßnahmen ein. Bestelladresse und -modalitäten sind hier zu finden, und es kann ein kurzer Auszug aus der Roten Liste heruntergeladen werden.



Agrarvögel - Gefährdung und Ursachen
Das kürzlich erschienene Heft 2+3/2019 der Zeitschrift Naturschutz und Landschaftspflege in Brandenburg enthält einen umfassenden Beitrag zum Status der Agrarvögel im Land. Deren Bestände nehmen seit längerer Zeit besonders stark ab. Der Artikel beschreibt die Bestandsentwicklung und beleuchtet detailliert die Rückgangsuraschen, indem er die Veränderungen in der Landnutzung analysiert und in Beziehung zu den Vogelvorkommen setzt. Auch Voraussetzungen für erfolgreiche Schutzprojekte werden beschrieben. Der von einem vierzehnköpfigen Autorenteam um Torsten Langgemach verfasste Beitrag kann hier heruntergeladen werden.



Die ABBO-Tagung 2020 muss ausfallen
Wegen der unsicheren Corona-Perspektive hat der Vorstand der ABBO in Absprache mit der Vogelschutzwarte entschieden, die für den 21./22. November 2020 vorgesehene Jahrestagung mit Beringertagung abzusagen. Die derzeit geltenden Hygieneregeln wären am Tagungsort nicht einzuhalten. Wegen der Stornierungsfristen musste die Entscheidung jetzt getroffen werden. Wir fassen als möglichen Ersatz eine kürzere Veranstaltung im Winter anlässlich des 30. Gründungsjubiläums ins Auge, falls sich die Durchführbarkeit einer solchen Zusammenkunft rechtzeitig abzeichnet.



Bundesweites Blaumeisen-Sterben
Beim NABU mehren sich seit Mitte März Meldungen über tote Blaumeisen, die offenbar von einer derzeit noch nicht identifizierten Krankheit betroffen. Erkrankte Tiere fallen dadurch auf, dass sie apathisch und aufgeplustert auf dem Boden sitzen und vor näherkommenden Menschen nicht mehr fliehen. Oft wirkt es, als hätten die Vögel Atemprobleme. Augen, Schnabel und Teile des Federkleids sind verklebt. Bis Anfang dieser Woche wurden dem NABU bundesweit 8250 erkrankte und tote Tiere gemeldet. Das Zentrum der Krankheit scheint in NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz zu liegen, aber auch aus Brandenburg wurden bis zum 14. April 125 tote Vögel gemeldet. Nähere Informationen inklusive Bitte zur Meldung von Beobachtungen und zum Einschicken von toten Vögeln zur Untersuchung gibt es hier.



Die neuen Wasservogel-Rundschreiben sind da
Viele ABBO-Mitglieder und weitere Ornithologinnen und Ornithologen beteiligen sich an den monatlichen Wasservogelzählungen. Die Daten bilden eine wichtige Grundlage für das Erkennen von Bestandsveränderungen und für die Bewertung von Rastgebieten und damit für den Vogelschutz. Im Auftrag der ABBO und mit Unterstützung des Landesamtes für Umwelt werden die Zählungen in jährlichen Rundschreiben ausgewertet. Die Rundschreiben 2018 und 2019 können hier heruntergeladen werden.



ADEBAR jetzt als pdf-Datei erhältlich
Der Atlas Deutscher Brutvogelarten (ADEBAR) hat sich zu einem Grundlagenwerk für den nachhaltigen Vogelschutz in Deutschland entwickelt und bietet das aktuelle Wissen rund um unsere Brutvögel in einem nie dagewesenen Überblick. Über 500.000 Stunden investierten die mehr als 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seinerzeit in die Kartierung, Auswertung und Erstellung. Nachdem der 2014 erschienene Atlas vergriffen war ist jetzt eine pdf-Version erhältlich, die zusätzliche Suchfunktionen und interne Verlinkungen enthält. Eine Leseprobe gibt es hier (Adobe Flash erforderlich), die Bestellung ist hier möglich.



Europaweite Zwerg- und Singschwan-Erfassung 11./12. Januar 2020 – machen Sie mit!
Seit den 1980er-Jahren – und seit den 1990er-Jahren in fünfjährigem Turnus – werden spezielle Synchronzählungen von Zwerg- und Singschwan in Europa durchgeführt, um die Bestandsschätzungen auf internationaler Ebene zu aktualisieren. Die Zählungen werden von der Swan Specialist Group von Wetlands International koordiniert. Am 11./12. Januar 2020 steht nun eine weitere europaweite Erfassung der beiden gelbschnäbligen Schwanenarten an. Für beide Arten ist eine gute Abdeckung wichtig: Beim Singschwan z.B. überwintert rund ein Drittel der nordwesteuropäischen Population in Deutschland und auch beim Zwergschwan können es in milden Wintern bis zu 30 % sein. In Deutschland wird zusätzlich auch der Höckerschwan mitgezählt, der mit den beiden anderen Arten oft vergesellschaftet ist.

Die Zählung findet am selben Wochenende wie die Mittwinter-Wasservogelzählung statt, so dass die Abdeckung von vielen Rastgebieten gewährleistet ist. Insbesondere abseits der Wasservogelzählgebiete an Elbe, Havel, Oder und an den größeren Seen sind oft auch Schwanen-Trupps anzutreffen, die nicht über die normalen Rastvogelzählungen abgedeckt sind. Hier würden wir uns sehr über Unterstützung bei der Erfassung der Schwäne freuen.

Alle wichtigen Informationen zur Synchronzählung wurden vom DDA in einem Merkblatt zusammengefasst. Das Merkblatt sowie den Zählbogen finden Sie hier auch als download.

Wir freuen uns auf Ihre Mithilfe an der europaweiten Schwanenzählung bei hoffentlich herrlichem Wetter am 11./12. Januar 2020!

Thomas Heinicke, Simone Müller, Martin Müller & Bernd Litzkow



Internationale Rotmilan-Schlafplatzzählung am 4./5.1.2020
Seit einigen Jahren findet im Januar eine europaweit synchronisierte Zählung an Winterschlafplätzen des Rotmilans statt. In Brandenburg haben sich in den letzten Jahren die Beobachtungsmeldungen aus dem Winter stark vermehrt, doch scheinen bisher keine regelmäßig besetzten Winterschlafplätze bekannt zu sein. Trotzdem gilt es die Augen offen zu halten und zum Zähldatum am 4./5. Januar 2020 mögliche Schlafplätze zu kontrollieren. Eine Zähl- und Meldeanleitung des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten (DDA) mit Links zu Ergebnissen früherer Zählungen kann hier heruntergeladen werden.