Aktuelles

Rotmilan-Winterzählung: 118 Vögel an Schlafplätzen in Brandenburg
Am 9. und 10. Januar fand die internationale Rotmilan-Schlafplatzzählung statt. In Brandenburg waren bisher nur sehr wenige und mit wenigen Vögeln besetzte Winterschlafplätze bekannt. Die Auswertung der ornitho-Meldungen ergab, dass davon zwei, einer in der Umgebung von Nauen und einer in der Umgebung von Cottbus, mit 7 bzw. 4 Vögeln besetzt waren. Bemerkenswert ist aber, dass zwei neue Winterschlafplätze mit sehr viel stärkerer Besetzung gemeldet wurden: einer bei Treuenbrietzen mit 19 Vögeln und ein weiterer im Kreis Elbe-Elster sogar mit 88 Rotmilanen. Letzteres ist (zumindest nach Datenstand bis 2018) die größte jemals in Brandenburg beobachtete Ansammlung, unabhängig von der Jahreszeit! Darüber hinaus gab es Anfang/Mitte Januar eine große Zahl von Einzelbeobachtungen nahrungssuchender Vögel auch an anderen Orten, so dass es durchaus noch weitere Schlafplätze geben könnte. Zum Vergleich: Laut Avifauna von 2001 wurden in Brandenburg in den Jahren 1991-1998 pro Jahr nur zwischen 1 und 13 Vögeln im Januar gemeldet. Ein Dank geht an alle Zählerinnen und Zähler.



30 Jahre: Einladung zum online-Festprogramm am 19.1.2021
Wir laden herzlich zum Online-Jubiläumsprogramm anlässlich des 30. Gründungsjubiläums der ABBO am 19.1.2021 um 18.00 Uhr ein. Zwei Vorträge sind vorgesehen:

Wolfgang Mädlow: 30 Jahre ABBO: Rückblick und Ausblick

Torsten Langgemach: Die Umsetzung der Vogelschutzrichtlinie aus dem Blickwinkel der Landnutzung in der offenen Kulturlandschaft.

Die Veranstaltung findet über die Konferenzsoftware BigBlueButton statt. Es muss kein Programm installiert werden, aber es ist eine stabile Internetverbindung erforderlich. Der Link für die Teilnahme am Programm lautet:
https://chat.nabu-bb.de/b/wol-ncq-vtw
Der Konferenzraum wird am Veranstaltungstag ab 17.40 Uhr geöffnet sein. Wer Fragen stellen oder sich an der Diskussion beteiligen möchte benötigt ein Gerät (Laptop, Tablet, Smartphone) mit Mikrofon.



Neuerscheinung: Vögel im Altkreis Templin
Die ornithologische Fachgruppe Templin hat ihr über Jahrzehnte gesammeltes Beobachtungsmaterial ausgewertet und präsentiert es in dem neuen Buch von Wolff-Hasso Seybold. Schwerpunkt sind Brutvögel und der Zeitraum seit 1980, aber auch Angaben zu Durchzüglern und frühere Beobachtungen sind zu finden. Für jede Art gibt es eine Karte und ein Phänologiediagramm, ausgewählte Beobachtungsdaten und - soweit vorhanden - Bestandsdaten. Das Buch hat 235 Seiten und kann für 12 Euro bei Norbert Bukowsky, Ludwigshof Nr. 10, 17268 Templin, norbert.bukowsky(at)gmx.de bezogen werden.



Rotmilan-Schlafplatzzählung
Für den 9./10. Januar 2021 ist die nächste internationale Rotmilan-Zählung angesetzt. Dabei sollen europaweit möglichst viele Rotmilan-Winterschlafplätze kontrolliert werden. Nun haben auch in Brandenburg die Winterbeobachtungen in den letzten Jahren deutlich zugenommen, allerdings sind nur wenige (und offenbar nicht regelmäßig besetzte) Schlafplätze im Winter bekannt. Zweifellos kann es aber weitere, bisher nicht entdeckte oder gemeldete Schlafplätze geben. Deshalb hier der Appell, in den nächsten Wochen besonders auf Rotmilane zu achten und nach Möglichkeit darauf, wohin sie abends fliegen. Vielleicht finden sich so noch neue Schlafplätze, die zum Stichtag erfasst werden können. Die Meldung kann am besten über ornitho.de erfolgen.



Europaweite Kiebitz- und Goldregenpfeiferzählung 17./18. Oktober 2020 – machen Sie mit!
In einem mittlerweile sechsjährigen Turnus werden europaweit die Goldregenpfeifer und hierzulande auch die Kiebitze und Großen Brachvögel erfasst, das nächste Mal am Wochenende 17./18. Oktober. Hierzu werden vor allem nördlich der Mittelgebirge viele zusätzliche Zählerinnen und Zähler benötigt. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen Watvogelarten halten sich v.a. Kiebitze und Goldregenpfeifer auf dem Zug nicht überwiegend in Feuchtgebieten auf, sondern rasten auch in großer Zahl in der Agrarlandschaft. Entsprechend werden europaweit nur geringe Anteile des Gesamtbestandes über die Monitoringprogramme rastender Wasservögel erfasst. Koordiniert wird die europaweite Zählung von der International Wader Study Group. Zentrales Anliegen der Zählung ist es, die Angaben für die hiesigen Populationen in den Waterbird Population Estimates regelmäßig zu aktualisieren. Darin werden die Bestandsangaben und -trends aller Wasservogelpopulationen weltweit veröffentlicht. Die aus den Bestandsangaben abgeleiteten 1-Prozent-Werte bilden die Grundlage für die Identifizierung international bedeutender Rastgebiete. Gleichzeitig sind die Zählungen die Basis für bundesweite Rastbestandsschätzungen, denn der Termin im Oktober fällt in den Zeitraum des Durchzugsgipfels der Arten in Deutschland. Ein hoher Erfassungsgrad ist damit aus mehreren Gründen wichtig.
Machen Sie mit und unterstützen die wichtige und spannende Zählung. Die Datenerfassung kann wie immer via ornitho.de erfolgen.
Wichtig:

Infos zum Download:

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Foto: Steffen Fahl, Goldregenpfeifer , Oderbruch, 2015-08-07



Neue Rote Liste der Brutvögel Brandenburgs erschienen
Die Bestände einiger ehemals gefährdeter Vogelarten haben sich nach intensiven Schutzmaßnahmen erholt, dafür gibt es Abnahmen bei so manchen ehemals (teilweise noch heute) weit verbreiteten und häufigen Arten. Am schlechtesten geht es den Vögeln der Offenlandschaft. Die jetzt vorliegende vierte Fassung der Roten Liste der Brutvögel Brandenburgs enthält Trendanalysen für die Brutvogelarten, auf denen die Rote-Liste-Einstufung beruht. Der Bestandstrend wird für fast alle Arten auf Grundlage der Monitoringdaten dargestellt und kurz kommentiert. Eine übergreifende Gesamtanalyse geht auf Gefährdungsursachen und Schutzmaßnahmen ein. Bestelladresse und -modalitäten sind hier zu finden, und es kann ein kurzer Auszug aus der Roten Liste heruntergeladen werden.



Agrarvögel - Gefährdung und Ursachen
Das kürzlich erschienene Heft 2+3/2019 der Zeitschrift Naturschutz und Landschaftspflege in Brandenburg enthält einen umfassenden Beitrag zum Status der Agrarvögel im Land. Deren Bestände nehmen seit längerer Zeit besonders stark ab. Der Artikel beschreibt die Bestandsentwicklung und beleuchtet detailliert die Rückgangsuraschen, indem er die Veränderungen in der Landnutzung analysiert und in Beziehung zu den Vogelvorkommen setzt. Auch Voraussetzungen für erfolgreiche Schutzprojekte werden beschrieben. Der von einem vierzehnköpfigen Autorenteam um Torsten Langgemach verfasste Beitrag kann hier heruntergeladen werden.



Die ABBO-Tagung 2020 muss ausfallen
Wegen der unsicheren Corona-Perspektive hat der Vorstand der ABBO in Absprache mit der Vogelschutzwarte entschieden, die für den 21./22. November 2020 vorgesehene Jahrestagung mit Beringertagung abzusagen. Die derzeit geltenden Hygieneregeln wären am Tagungsort nicht einzuhalten. Wegen der Stornierungsfristen musste die Entscheidung jetzt getroffen werden. Wir fassen als möglichen Ersatz eine kürzere Veranstaltung im Winter anlässlich des 30. Gründungsjubiläums ins Auge, falls sich die Durchführbarkeit einer solchen Zusammenkunft rechtzeitig abzeichnet.



Bundesweites Blaumeisen-Sterben
Beim NABU mehren sich seit Mitte März Meldungen über tote Blaumeisen, die offenbar von einer derzeit noch nicht identifizierten Krankheit betroffen. Erkrankte Tiere fallen dadurch auf, dass sie apathisch und aufgeplustert auf dem Boden sitzen und vor näherkommenden Menschen nicht mehr fliehen. Oft wirkt es, als hätten die Vögel Atemprobleme. Augen, Schnabel und Teile des Federkleids sind verklebt. Bis Anfang dieser Woche wurden dem NABU bundesweit 8250 erkrankte und tote Tiere gemeldet. Das Zentrum der Krankheit scheint in NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz zu liegen, aber auch aus Brandenburg wurden bis zum 14. April 125 tote Vögel gemeldet. Nähere Informationen inklusive Bitte zur Meldung von Beobachtungen und zum Einschicken von toten Vögeln zur Untersuchung gibt es hier.