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8. Birdrace des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten am 7. Mai 2011


Birdrace macht Spaß ... und steckt an!

Bei einem Birdrace beobachten Vogelkundler in kleinen Gruppen um die Wette. Das Team mit den meisten Arten innerhalb eines Landkreises gewinnt. Man mag es kaum glauben, aber es kann ganz schön schwer sein, einen Gimpel oder eine Tannenmeise zu finden ... und schon ist der sportliche Ehrgeiz geweckt! Nach 40 Teams im ersten Jahr traten bei der vierten Austragung bereits 90 Gruppen mit 338 Teilnehmern im Alter zwischen 11 und 74 Jahren an. Birdrace macht offensichtlich generationenübergreifend Spaß und steckt an: Fast alle Teams aus den Vorjahren traten im Folgejahr wieder an. Viele erzählten begeistert weiter - auch um die Konkurrenz und damit den Spaß im eigenen Kreis zu erhöhen.

Das Birdrace ist aber nicht nur eine sehr spaßige Veranstaltung, es dient auch einem guten Zweck. Wie bei anderen Sportveranstaltungen auch, können die Teams eine finanzielle Unterstützung einwerben, z.B. indem Firmen oder Freunde sie mit einem bestimmten Betrag je beobachteter Vogelart unterstützen. Die Spendeneinnahmen wandern dabei aber nicht in die Mannschaftskasse, sondern kommen einem jährlich neu festgelegten bundesweiten Projekt zugute: 2011 fließen die Spendeneinnahmen wie bereits 2010 in das Datenbankbankprojekt ornitho.de des DDA.

Wie läuft das Birdrace ab?

In einem zuvor festgelegten Gebiet (in der Regel einem Landkreis) versuchen zwischen 0 Uhr und 24 Uhr Teams mit 3-5 Beobachtern so viele Vogelarten wie möglich zu hören oder zu sehen. Seit 2008 gibt es die Sonderwertung "Singvögel": Binnenländische Teams haben damit eine gleichwertige Chance auf einen Titel - sozusagen der DFB-Pokal im Birdrace. Eine Art zählt übrigens erst dann, wenn sie von der Mehrzahl der Teammitglieder beobachtet wurde. Dabei sind selbstverständlich die Regeln des Naturschutzes höher zu stellen als der sportliche Erfolg!

Ergebnisse 2011

Herzlichen Glückwunsch an das Team Nachtschwalben (Bert Jahnke, Dieter Lehmann, Uwe Dommaschk und Steffen Schmieder), die mit 144 Arten die Berlin-Brandenburger Lokalentscheidung des Birdrace 2011 gewonnen und bundesweit den siebten Platz (von 151 Temas) belegt haben. Berliner Sieger wurden die "Falkenberger Fluppis" (Toni Becker, Beate Schonert, Lena Havermeier, Elke Zinsmeister, Arne Köhler) mit 91 Arten, die sie im Stadtgebiet von Berlin aufspürten. Die Entscheidung der in Brandenburg angetretenen "grünen Teams", die ohne Auto unterwegs waren, ging mit einer Art Vorsprung zugunsten der Oderhühnchen (Andreas Wirsing, Severin Zillich, Martin Malkmus, Tobias Schäfer) aus. Insgesamt wurden in Berlin und Brandenburg 180 Arten beobachtet, darunter noch Saat- und Blässgänse, aber auch schon Wachtel und Sumpfrohrsänger. Weißbart- und Weißflügelseeschwalben gab es nur an der Oder, den Habicht nur in Berlin. Die detaillierten Ergebnisse (Artenlisten, Gebiete, Gruppen) sind auf der Homepage des DDA oder hier als Exceldatei oder in Kurzform als PDF-Datei abrufbar.

Insgesamt wurden beim Birdrace 2011 17454.76 Euro an Spenden eingeworben. Bei der Einwerbung von Spenden belegte das Team Linumer Luchschleicher bundesweit mit 830 Euro den vierten Platz.